Ausbildung & Studium
Nebenjob während Ausbildung oder Studium
Geld verdienen nebenbei, ohne Ausbildung oder Studium zu gefährden.
Ein Nebenjob kann helfen, eigenes Geld zu verdienen, unabhängiger zu werden und erste Berufserfahrung zu sammeln. Viele Jugendliche und Studierende arbeiten nebenbei, um Miete, Freizeit, Fahrtkosten oder Studium zu finanzieren.
Kurz gesagt: Ein Nebenjob kann sehr sinnvoll sein, wenn er zu deinem Alltag passt und du die Regeln kennst.
Warum ist das wichtig?
Ein Nebenjob wirkt nicht nur auf dein Konto. Er kann auch Auswirkungen haben auf:
Gerade bei Studierenden ist die Arbeitszeit wichtig. Das Deutsche Studierendenwerk erklärt, dass bei Werkstudierenden bei bis zu zwanzig Stunden Arbeit pro Woche in der Vorlesungszeit bestimmte Sozialversicherungsbeiträge entfallen können, während Rentenversicherung weiterhin relevant ist.
Einfach erklärt: Welche Nebenjob-Arten gibt es?
Minijob
Ein Minijob ist ein geringfügiger Job mit einer Verdienstgrenze. Ab zweitausendsechsundzwanzig liegt die Minijobgrenze bei 603 Euro monatlich.
Werkstudentenjob
Ein Werkstudentenjob ist ein Job für eingeschriebene Studierende. Du arbeitest neben dem Studium, meist mit fachlichem Bezug.
Teilzeitjob
Ein Teilzeitjob hat meist mehr Stunden und kann stärker sozialversicherungspflichtig sein. Er kann mehr Geld bringen, aber auch mehr Zeit kosten.
Ferienjob
Ein Ferienjob findet oft in den Schulferien oder Semesterferien statt. Er kann gut sein, um in kurzer Zeit Geld zu verdienen, ohne während der Lernzeit zu viel Belastung zu haben.
Die offizielle BAföG-Seite nennt ebenfalls die Anpassung der Hinzuverdienstgrenze an die Minijobgrenze. Ein Minijob ist oft gut für Jugendliche, weil er überschaubar ist. Trotzdem solltest du prüfen, ob er Auswirkungen auf BAföG oder Familienversicherung hat.
Nebenjob in Ausbildung und Studium
In der Ausbildung
In einer Ausbildung ist ein Nebenjob besonders sensibel. Du hast bereits Arbeitszeit im Betrieb, Berufsschule, Lernzeiten, Prüfungen und eventuell Fahrtzeiten.
Ein Nebenjob darf deine Ausbildung nicht gefährden. Außerdem kann im Ausbildungsvertrag oder durch den Betrieb geregelt sein, dass du einen Nebenjob melden oder genehmigen lassen musst.
Im Studium
Im Studium kann ein Nebenjob sehr hilfreich sein, aber du musst Zeit und Regeln im Blick behalten.
Besonders wichtig sind Arbeitsstunden während der Vorlesungszeit, BAföG-Freibeträge, Krankenversicherung, Prüfungsphasen, Steuer und Lernbelastung.
Wichtig: Wenn du zu erschöpft bist oder deine Leistung leidet, kann ein Nebenjob mehr schaden als helfen. Ein Nebenjob sollte dein Studium unterstützen, nicht ersetzen.
Wie finde ich einen passenden Nebenjob?
Zeit realistisch einschätzen. Frage dich, wie viele Stunden pro Woche du wirklich schaffst, wann Berufsschule, Vorlesung oder Prüfungen sind, wie lange der Arbeitsweg dauert, ob du genug Erholung hast und ob stressige Prüfungsphasen kommen.
Auswirkungen prüfen. Prüfe vor der Unterschrift, ob BAföG gekürzt wird, ob du familienversichert bleibst, ob Steuern oder Sozialabgaben anfallen, ob du den Job dem Ausbildungsbetrieb melden musst und ob der Job zu deinem Stundenplan passt.
Arbeitsvertrag prüfen. Auch beim Nebenjob solltest du einen schriftlichen Vertrag haben. Darin sollten Arbeitgeber, Tätigkeit, Stundenlohn, Arbeitszeit, Einsatzort, Beginn, Kündigungsfrist, Urlaubsanspruch, Zahlungszeitpunkt und Probezeit stehen, falls vereinbart.
Mindestlohn und Abrechnung prüfen. Auch Nebenjobs müssen korrekt bezahlt werden. Prüfe deine Abrechnung und achte darauf, dass Arbeitsstunden richtig erfasst werden.
Job regelmäßig bewerten. Frage dich nach einigen Wochen, ob du Ausbildung oder Studium noch gut schaffst, dauerhaft übermüdet bist, das Geld reicht, sich der Aufwand lohnt, es einen besseren Job gibt oder du Stunden reduzieren musst.
Bei Unsicherheit: Krankenkasse, BAföG-Amt oder Arbeitgeber fragen.
Was mache ich, wenn der Nebenjob zu viel wird?
Wenn du merkst, dass der Nebenjob dich überlastet:
Beispielgeschichten
Max arbeitet zu viel neben der Ausbildung
Max macht eine Ausbildung und arbeitet zusätzlich abends in einem Restaurant. Am Anfang freut er sich über das zusätzliche Geld. Nach einigen Wochen ist er aber ständig müde und hat Probleme in der Berufsschule.
Er spricht mit seinem Arbeitgeber und reduziert die Stunden.
Was Max daraus lernt:Mehr Geld bringt nichts, wenn Ausbildung und Gesundheit darunter leiden.
Lena prüft BAföG vor dem Nebenjob
Lena bekommt BAföG und möchte einen Nebenjob anfangen. Bevor sie unterschreibt, fragt sie beim BAföG-Amt nach, wie viel sie verdienen darf.
So vermeidet sie, dass ihre Förderung unerwartet gekürzt wird.
Was Lena daraus lernt:Vorher fragen ist besser als später Geld zurückzahlen oder weniger Förderung bekommen.
Typische Fehler beim Nebenjob
Stand: August 2026
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