Geld & Finanzen
Girokonto eröffnen
Dein erstes Konto für Gehalt, Miete, Online-Shopping und den Alltag.
Ein Girokonto ist eines der ersten Finanzthemen, mit denen du nach der Schule wirklich zu tun hast. Ausbildungsgehalt, Nebenjob, BAföG, Miete, Handyvertrag oder Online-Einkäufe laufen meistens darüber.
Kurz gesagt: Ohne Girokonto wird vieles im Alltag komplizierter. Mit einem Girokonto kannst du Geld empfangen, überweisen, mit Karte bezahlen, Bargeld abheben und Online-Banking nutzen.
Warum brauche ich ein Girokonto?
Ein Girokonto ist dein zentrales Konto für den Alltag. Es ist nicht in erster Linie zum Sparen gedacht, sondern für regelmäßige Einnahmen und Ausgaben.
Einfach erklärt: Was ist ein Girokonto?
Ein Girokonto ist ein Konto, über das täglich Geld rein- und rausgeht. Wenn du Geld bekommst, landet es auf dem Konto. Wenn du etwas bezahlst, wird es vom Konto abgezogen.
Du bekommst am Monatsanfang deine Ausbildungsvergütung. Davon zahlst du dein Deutschlandticket, deinen Handyvertrag und vielleicht etwas für Essen oder Freizeit. Den Rest kannst du auf dem Konto lassen oder auf ein Sparkonto verschieben.
Welche Kontoarten gibt es?
Jugendkonto
Ein Jugendkonto ist ein Konto für Minderjährige oder junge Menschen. Es ist oft kostenlos und funktioniert meistens auf Guthabenbasis. Das schützt dich davor, aus Versehen Schulden zu machen.
Normales Girokonto
Ein normales Girokonto nutzen viele Erwachsene. Ab 18 kannst du es grundsätzlich selbst eröffnen und bist dann auch selbst für Gebühren, Überziehungen und Verträge verantwortlich.
Basiskonto
Ein Basiskonto bietet grundlegende Funktionen wie Geld empfangen, überweisen, Lastschriften nutzen und mit Karte bezahlen. Es hilft, am normalen Zahlungsverkehr teilzunehmen.
Minderjährig oder volljährig?
Wenn du unter 18 bist
Du brauchst normalerweise die Zustimmung deiner Eltern oder Erziehungsberechtigten. Häufig müssen beide Eltern unterschreiben, wenn beide sorgeberechtigt sind.
- deinen Ausweis oder Reisepass
- Zustimmung deiner Eltern
- Ausweise deiner Eltern
- Steuer-Identifikationsnummer
- manchmal Geburtsurkunde oder Schulnachweis
Wenn du 18 oder älter bist
Ab 18 kannst du dein Girokonto selbst eröffnen. Du brauchst dafür normalerweise keinen Elternteil mehr, bist aber auch selbst für Kosten und mögliche Schulden verantwortlich.
- Kontoführungsgebühren
- Kartengebühren
- Online-Banking-Zugang
- Überweisungen und Lastschriften
- mögliche Überziehung oder Kreditkarte
Worauf sollte ich beim Konto achten?
Kontoführungsgebühr
Kostet das Konto monatlich Geld? Für Schüler, Azubis und Studierende gibt es oft kostenlose Angebote.
Kartengebühren
Ist eine Karte kostenlos dabei? Gibt es eine Girocard, Debitkarte oder Kreditkarte?
Geld abheben
Prüfe, wo du kostenlos Bargeld abheben kannst und ob fremde Automaten extra kosten.
Online-Banking
Ist die App verständlich? Sind Überweisungen einfach? Ist das TAN-Verfahren sicher?
Dispo
Ein Dispo erlaubt dir, dein Konto zu überziehen. Für Jugendliche ist ein Konto ohne Dispo oft besser.
Kosten im Ausland
Wenn du reist, prüfe Gebühren für Kartenzahlungen und Bargeldabhebungen im Ausland.
Girocard, Debitkarte oder Kreditkarte?
Girocard
Eine typische Bankkarte in Deutschland. Du kannst im Geschäft bezahlen und am Automaten Geld abheben.
Debitkarte
Beim Bezahlen wird das Geld direkt oder sehr zeitnah vom Konto abgezogen. Oft auch online nutzbar.
Kreditkarte
Du bekommst einen Kreditrahmen. Das kann praktisch sein, aber gefährlich, wenn du den Überblick verlierst.
Wie eröffne ich ein Girokonto?
Überlege, wofür du das Konto brauchst. Ausbildung, Nebenjob, Online-Banking, Kartenzahlung oder Bargeldabhebung?
Vergleiche Banken. Achte auf Gebühren, Karten, Bargeld, App, Service und Kosten nach Schule, Ausbildung oder Studium.
Beantrage das Konto. Das geht online, per App oder persönlich in einer Filiale.
Bestätige deine Identität. Zum Beispiel mit Ausweis in der Filiale, Video-Ident, PostIdent oder Online-Ausweisfunktion.
Richte das Konto ein. Karte aktivieren, Online-Banking testen, PIN sicher aufbewahren und erste Überweisungen prüfen.
Was tun, wenn eine Bank ablehnt?
Wenn eine Bank ein normales Konto ablehnt, solltest du nach dem Grund fragen und gezielt nach einem Basiskonto fragen. Ein Basiskonto soll grundlegende Zahlungen ermöglichen.
Beispielgeschichten
Lea beginnt bald ihre Ausbildung und braucht ein Konto für ihre Ausbildungsvergütung. Sie vergleicht mehrere Angebote und achtet darauf, dass das Konto für Azubis kostenlos ist.
Außerdem prüft sie, ob eine Debitkarte dabei ist und ob sie in ihrer Nähe kostenlos Geld abheben kann. Dadurch versteht sie direkt, dass ein Konto nicht nur aus einer Karte besteht, sondern aus mehreren Bedingungen.
Was Lea daraus lernt:Ein Konto sollte zum eigenen Alltag passen und nicht nur auf den ersten Blick kostenlos wirken.
Tom hat sein erstes eigenes Konto und sieht, dass er es überziehen könnte. Erst wirkt das praktisch, weil er kurzfristig mehr ausgeben kann, als auf dem Konto liegt.
Dann merkt er, dass ein überzogenes Konto kein zusätzliches Geld ist, sondern geliehenes Geld, für das Zinsen anfallen können.
Was Tom daraus lernt:Ein Dispo kann teuer werden. Für den Anfang ist ein Konto ohne Überziehung oft sicherer.
Typische Fehler
Online-Banking sicher nutzen
Stand: August 2026
Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und Orientierung. Sie ersetzen keine individuelle Beratung und stellen insbesondere keine Anlageberatung, Versicherungsberatung oder Rechtsberatung dar. Je nach deiner persönlichen Situation können andere Regelungen gelten. Alle Angaben ohne Gewähr.