Geld & Finanzen
Notgroschen aufbauen
Dein Sicherheitspuffer, wenn plötzlich etwas passiert.
Ein Notgroschen ist Geld, das du nicht für Shopping, Urlaub oder Freizeit nutzt. Es ist ein finanzieller Puffer für unerwartete Situationen.
Zum Beispiel, wenn dein Handy kaputtgeht, dein Laptop ersetzt werden muss, eine Rechnung kommt, du umziehen musst oder dein Nebenjob unerwartet wegfällt.
Warum brauche ich einen Notgroschen?
Im Leben passieren Dinge, die man nicht planen kann. Genau dafür ist ein Notgroschen da. Ohne Notgroschen greift man schnell zu schlechten Lösungen.
Ein Notgroschen gibt dir Freiheit. Du kannst ein Problem lösen, ohne direkt neue Schulden zu machen.
Einfach erklärt: Was ist ein Notgroschen?
Ein Notgroschen ist Geld, das du auf einem sicheren Konto liegen lässt und nur im Notfall nutzt. Es ist kein Geld für Wünsche. Es ist Geld für echte Probleme.
Echte Notfälle
Handy geht kaputt, Fahrrad muss repariert werden, Laptop fällt aus, Nachzahlung kommt oder Nebenjob endet unerwartet.
Keine Notfälle
Neue Sneaker, Konzerttickets, Urlaub, Gaming-Angebote oder spontane Shopping-Aktionen.
Merksatz
Der Notgroschen soll nicht maximale Rendite bringen. Er soll Sicherheit geben.
Wie hoch sollte ein Notgroschen sein?
Für den Anfang muss dein Notgroschen nicht riesig sein. Wenn du noch zu Hause wohnst, reicht oft ein kleinerer Puffer. Wenn du allein wohnst und eigene Verträge hast, brauchst du mehr Sicherheit.
Wichtig ist nicht, sofort viel Geld zu haben. Wichtig ist, überhaupt anzufangen.
Wo sollte der Notgroschen liegen?
Der Notgroschen sollte sicher und schnell erreichbar sein. Er gehört nicht in riskante Anlagen und nicht an einen Ort, an dem du ihn ständig im Alltag ausgibst.
Geeignet
Separates Tagesgeldkonto, Unterkonto bei deiner Bank oder ein separates Sparkonto ohne Risiko.
Nicht geeignet
Aktien, Kryptowährungen, riskante Anlagen oder Geld, das du ständig im Alltag nutzt.
Wichtig
Das Geld soll erreichbar sein, aber nicht so leicht, dass du es spontan für Freizeit ausgibst.
Wie baue ich einen Notgroschen auf?
Ziel festlegen. Starte mit einem kleinen Ziel, zum Beispiel zuerst 100 Euro, danach 300 Euro, danach 500 Euro und später mehr, wenn du eigene Kosten hast.
Automatisch sparen. Richte am besten direkt nach Geldeingang einen Dauerauftrag ein. So sparst du, bevor du das Geld ausgibst.
Extra-Geld nutzen. Wenn du zusätzlich Geld bekommst, kannst du einen Teil davon in den Notgroschen legen, zum Beispiel Geburtstagsgeld, Steuererstattung, Bonus, Verkäufe oder Rückzahlungen.
Nicht anfassen. Der Notgroschen bleibt für Notfälle. Wenn du ihn ständig für Freizeit nutzt, ist er kein Notgroschen mehr.
Wieder auffüllen. Wenn du den Notgroschen benutzt hast, baust du ihn danach wieder auf. Das ist normal, denn genau dafür ist er da.
Fragen vor jeder Entnahme
Beispielgeschichten
Max: Handy geht kaputt
Max macht eine Ausbildung und braucht sein Handy für Arbeitsweg, Nachrichten vom Betrieb und Online-Banking. Eines Tages fällt es herunter und funktioniert nicht mehr richtig. Früher hätte Max das neue Handy auf Raten gekauft.
Was Max daraus lernt:Ein Notgroschen verhindert teure Entscheidungen in Stresssituationen.
Lena bekommt eine Nachzahlung
Lena wohnt in ihrer ersten WG. Nach einigen Monaten kommt eine Nachzahlung für Strom und Nebenkosten. Zum Glück hat sie jeden Monat etwas zurückgelegt.
Was Lena daraus lernt:Rücklagen geben Sicherheit, auch wenn plötzlich Rechnungen kommen.
Typische Fehler beim Notgroschen
Stand: August 2026
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