Wohnen
Stromvertrag abschließen
Damit in deiner Wohnung nicht nur Licht, sondern auch Klarheit ist.
Wenn du in eine eigene Wohnung ziehst, musst du dich meistens selbst um Strom kümmern. Strom ist oft nicht in der Warmmiete enthalten. Du brauchst ihn für Licht, Kühlschrank, Waschmaschine, Handy, Laptop, Internetrouter und fast alles im Alltag.
Kurz gesagt: Ohne Stromvertrag läuft in der Wohnung wenig.
Warum ist das wichtig?
Wenn du dich nicht aktiv um Strom kümmerst, landest du oft automatisch in der Grundversorgung. Das bedeutet: Du bekommst Strom vom örtlichen Grundversorger, aber das ist nicht immer der günstigste Tarif.
Die Verbraucherzentrale erklärt, dass man in der Grundversorgung jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen kündigen kann, während Sonderverträge eigene Laufzeiten und Konditionen haben können.
Ein Stromvertrag ist deshalb ein Thema, bei dem man Geld sparen kann, wenn man vergleicht und rechtzeitig handelt.
Einfach erklärt: Was ist ein Stromvertrag?
Ein Stromvertrag ist ein Vertrag mit einem Energieanbieter. Der Anbieter liefert dir Strom und du zahlst dafür monatlich einen Abschlag.
Ein Abschlag ist ein monatlicher Vorauszahlungsbetrag. Am Ende des Jahres wird geprüft, wie viel Strom du wirklich verbraucht hast.
Dann bekommst du:
Grundversorgung oder Sondervertrag?
Grundversorgung
Wenn du keinen eigenen Stromvertrag abschließt, wirst du oft automatisch vom örtlichen Grundversorger beliefert.
Vorteil: Du hast schnell Strom, kannst kurzfristig kündigen und hast keine lange Bindung.
Nachteil: Die Grundversorgung ist oft nicht der günstigste Tarif.
Sondervertrag
Ein Sondervertrag ist ein selbst gewählter Tarif bei einem Stromanbieter.
Vorteil: Er ist oft günstiger, es gibt verschiedene Tarife und manchmal eine Preisgarantie.
Nachteil: Laufzeit, Kündigungsfrist, Bonusbedingungen und unseriöse Angebote musst du genau prüfen.
Was brauche ich für einen Stromvertrag?
Typische Angaben sind:
Zählernummer und Zählerstand findest du am Stromzähler. Beim Einzug solltest du den Zählerstand fotografieren und notieren.
Wie schließe ich einen Stromvertrag ab?
Beim Einzug Zählerstand notieren. Notiere oder fotografiere Zählernummer, Zählerstand, Datum, Wohnung und wenn möglich das Übergabeprotokoll. So kannst du später beweisen, ab welchem Stand du verantwortlich bist.
Verbrauch schätzen. Wenn du das erste Mal allein wohnst, kennst du deinen Stromverbrauch noch nicht. Nutze Durchschnittswerte oder eine Schätzung auf Vergleichsportalen. Rechne lieber realistisch als zu niedrig.
Tarife vergleichen. Achte auf Arbeitspreis pro Kilowattstunde, Grundpreis pro Monat, Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist, Preisgarantie, Bonusbedingungen, Abschlagshöhe, Bewertungen des Anbieters, Zahlungsweise und automatische Verlängerung.
Vertrag abschließen. Du kannst den Vertrag meist online abschließen. Danach bekommst du eine Vertragsbestätigung. Prüfe Name, Adresse, Lieferbeginn, Preis, Laufzeit, Abschlag, Kündigungsfrist und Zählernummer.
Abschläge pünktlich zahlen. Der Stromanbieter bucht meist monatlich einen Abschlag ab. Sorge dafür, dass genug Geld auf dem Konto ist. Wenn Stromzahlungen ausfallen, kann das ernste Folgen haben.
Was mache ich, wenn ich den Anbieter wechseln will?
Ein Anbieterwechsel ist normalerweise unkompliziert. Laut Verbraucherzentrale darf der eigentliche Wechselprozess bei Strom und Gas nicht länger als drei Wochen dauern, ab dem Zeitpunkt, an dem der neue Anbieter den Netzbetreiber kontaktiert.
Meist übernimmt der neue Anbieter die Kündigung beim alten Anbieter.
Was mache ich beim Umzug?
Beim Umzug musst du deinen Stromanbieter informieren.
Wichtig:
Die Verbraucherzentrale warnt, dass bei einem Umzug zwei parallele Verträge und doppelte Kosten drohen können, wenn man sich nicht kümmert.
Beispielgeschichten
Max zieht ein und vergisst Strom
Max zieht in seine erste Wohnung. Er denkt, Strom sei in der Warmmiete enthalten. Nach einigen Wochen bekommt er Post vom Grundversorger und merkt, dass er automatisch dort gelandet ist.
Der Tarif ist teurer als andere Angebote. Max vergleicht Anbieter und wechselt in einen günstigeren Tarif.
Was Max daraus lernt:Strom muss man aktiv prüfen. Nicht kümmern kann teurer werden.
Lena dokumentiert alles richtig
Lena zieht in eine WG. Beim Einzug fotografiert sie den Stromzähler und schreibt den Stand ins Übergabeprotokoll. Später gibt es Fragen zur Abrechnung.
Durch das Foto kann Lena genau zeigen, ab welchem Stand sie verantwortlich war.
Was Lena daraus lernt:Ein Foto beim Einzug kann später viel Ärger vermeiden.
Typische Fehler beim Stromvertrag
Stand: August 2026
Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und Orientierung. Sie ersetzen keine individuelle Beratung und stellen insbesondere keine Anlageberatung, Versicherungsberatung oder Rechtsberatung dar. Je nach deiner persönlichen Situation können andere Regelungen gelten. Alle Angaben ohne Gewähr.